MEMORIAL für den Schutz der Menschenrechte

Ursprünglich als historisch-aufklärerische Gesellschaft entstanden, schenkte MEMORIAL Fragen der Menschenrechte von Anfang an große Beachtung. Ausgangpunkt unserer Arbeit war der Einsatz für die Rechte ehemaliger Gefangener und Opfer politischer Repressionen. Dabei konnte jedoch nicht übersehen werden, daß sich Menschenrechtsverletzungen auch in unserer heutigen Zeit ereignen.

Als im Frühjahr 1989 in Tbilissi (Georgien) durch beim brutalen Vorgehen gegen friedliche Demostranten unzählige Menschen ums Leben kamen, führte MEMORIAL eine Reihe von Protestaktionen durch. Um der Forderung nach einer sofortigen Freilassung aller politischen Häftlinge Nachdruck zu verleihen, hielt MEMORIAL vor dem Gebäude der Generalstaatsanwalt der UdSSR in Moskau mehrere Mahnwachen. Ausgehend von diesen Aktionen bildete sich im Herbst 1989 die Menschenrechtsgruppe MEMORIAL. 1991 wurde für die Organisation und Koordination der Menschenrechtsarbeit von MEMORIAL das Menschenrechtszentrum MEMORIAL in Moskau gegründet; Leiterin ist Tatjana Iwanowna Kasatkina.

Ziele und Aufgaben

Im Rahmen des Menschenrechtszentrums existieren Programme zu folgenden Themenschwerpunkten:

Das Menschenrechtszentrum bietet darüber hinaus die Radiosendung Demokratie, Freiheit, Menschenrechte auf “Radio Rossija” an, das sich mit Fragen der Menschenrechte auseinandersetzt.

Das Menschenrechtszentrum Moskau steht in ständigem Kontakt mit den Regionalorganisationen von MEMORIAL, von denen sich viele selbst aktiv mit dem Schutz der Menschenrechte beschäftigen. Wichtige Arbeit wird beispielsweise in Woronesch, Jekaterinenburg, Nischni Nowgorod, Tagil, Nowosibirsk, Orjol, Rjasan, Tomsk, Charkow, Tscheljabinsk und anderen Städten geleistet.